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Donau Cup 2006 (BWBF /
DBFV)
Bericht
von Reiner Dahms und Stefan Ulmer
Wie auch schon im letzten
Jahr hatten die Veranstalter Daniela Herzog und Matthias Herzog sowie Thomas
Klopfer
(Stadthotel Convikt) am 22.10.2006 alles richtig gemacht und konnten
zum Donau Cup 2006 in Dillingen mit 47 Athleten ein starkes
Teilnehmerfeld begrüßen und sich nicht zuletzt auch über eine gut besuchte
Halle freuen.
Die Starterinnen in der Frauen
Fitness Figur Klasse
boten ein ausgewogenes Leistungsniveau. Liliane Bittmann vom All Star Leistungszentrum in Memmingen hatte sich im Vergleich zu ihren Starts in den vorherigen
Meisterschaften gut verbessert, konnte hier jedoch nur den 6. Platz belegen. Fünfte
wurde Beate Weixler vom Get Fit in Eppelheim, zwar mit schöner Definition im Oberkörper,
allerdings mit Schwächen in der Linie. Hier hatte Monique Hantak vom Fitnesscenter Schardt in Neustadt (Bayern) deutlich ihre Vorteile, hätte aber für eine höhere
Platzierung noch ein paar Wochen Diät benötigt; sie wurde Vierte. Ähnliches
kann man auch zu Monika Ciaramaglia vom SMASH Fitnesspark in Schorndorf sagen, doch konnte
sie sich den dritten Platz sichern. Die ersten beiden Plätze lagen in der
Wertung sehr nahe zusammen. Mit ihrer athletischen Figur wurde die junge Berna
Benkovic,
ebenfalls vom SMASH Fitnesspark in Schorndorf, Zweite. Vor ihr und
damit Siegerin dieser Klasse wurde Matina Theodorou vom Stefan Sportstudio in München, die bei ähnlich guter
Vorbereitung eine bessere Muskelentwicklung vorweisen konnte.
Leider war nur eine
Athletin in der Frauen Body Klasse angetreten. Konkurrenzlos wurde Nicole
Perniß vom Fitnesscenter Schardt in Herzogenaurach somit Siegerin, allerdings hätte sie mit ihrer Form auch
sicher bei einem Wettkampf mit mehreren Kontrahentinnen weit vorne gelegen.
Die Wertungen bei der
Klasse der Junioren waren jeweils auf den Punkt eindeutig. Neben den
anderen drei erfahrenen Athleten wirkte Goran Todic vom SMASH Fitnesspark in Schorndorf im gesamten
Wettkampf sehr unsicher und auch seine Form lässt noch viel Raum für
Verbesserungen, was in dem Alter aber mehr Ansporn als Tadel sein soll; er wurde
Vierter. Den Drittplatzierten Colin Ziegler vom Body Planet in Ludwigsburg hatte man im
letzten Jahr in besserer Form gesehen, mit seinen guten Grundlagen und
angenehmer Bühnenpräsenz sicherte er sich aber den dritten Platz. Zweiter
wurde Daniel
Hill vom XXL Bodytown in Frankfurt, ein erfahrener
Juniorathlet ohne nennenswerte Schwächen und mit sehr positiver Präsentation,
einzig die optimale Härte war zu diesem Zeitpunkt noch nicht erreicht. Gerade
in diesem Punkt legte der Sieger der Klasse der Junioren eine erstaunliche
Leistung an den Tag: David
Walli vom All Star Leistungszentrum in Gießen präsentierte insbesondere in der Rückansicht
und in den Beinen eine eindrucksvolle Definition. Auch was die Muskelmasse und
die Proportionen angeht gab es keinen Anlass zur Kritik.
Von den acht Athleten der
Senioren Klasse konnten sich Willi Odenthal vom Studio Maldener in Hilden (NRW) und Georg
Löw vom Bernd Haid in Memmingen nicht für das Finale
qualifizieren. Trotz guter Ansätze konnte Edgar Zankl vom Get Fit in Grafenwöhr
nur den sechsten Platz belegen. Hier wäre noch etwas mehr Feinschliff an der
Form wie auch der Präsentation nötig gewesen. Mit guter Muskelmasse,
allerdings nicht ausreichender Härte wurde Gerald Stibitzky vom Sport + Fun in Ulm Fünfter. Auch Uwe Brucker vom Power + Health in Kirchheim-Tek trat in guter Form an, wenn man ihn auf vorherigen Wettkämpfen
allerdings auch schon eindrucksvoller gesehen hatte. An diesem Tag platzierte er
sich auf den vierten Rang. Die Leistung vom Drittplatzierten Matthias
Kretschmar vom Body
Gym in Schopfheim war
sehr ausgewogen, wenn er auch in den Beinen härter und definiert wirkte als im
Oberkörper. Interessant war der Kampf um die ersten beiden Ränge. Thomas
Lauer vom Fitnesscenter Gschwender in Schweinfurt wirkte
sehr massiv und massig, lies aber ein wenig Härt und Muskelteilung vermissen.
Nicht zuletzt mit seinem klassischen Kürposing wurde er souverän Zweiter. Mit
einem gewaltigen Fanclub wurde Joe Briechle vom Lou's Fitnesscenter in Altusried unterstützt, die sich nicht nur über seinen ersten Platz
freuen konnten, sondern auch über seine erstklassig Form, bei der nahezu alles
stimmte: die ausgewogenen Proportionen, die Muskelqualität und vor allem die
messerscharfe Definition rundum und insbesondere in den Beinen.
Nicht
für eine Finalwertung qualifizierten sich zwei Teilnehmer in der Männer
Body Fitness Klasse:
Boris
Rasschiwin vom Powerhouse in Ludwigsburg und Georg
Kainer vom Fitnesscenter Schardt in Herzogenaurach. Rafael
Piokowski vom Lifestyle in Mühlacker hatte offensichtlich ein
harte Diät hinter sich, wirkte aber zu wenig muskulös und präsentierte sich
auch nicht immer zu seinem Vorteil; er wurde Sechster. Ähnliches gilt auch für
den einen Rang besser platzierten Peter Domin vom Body Planet in Ludwigsburg, auch er war bei
etwas zu wenig Muskelmasse gut definiert, konnte sich aber durch seine bessere
Präsentation nach vorne setzen. Viel Spaß am Wettkampf schien Umit
Özsahin vom Powerhouse in Ludwigsburg zu
haben, wenn auch sein sympathisches Lächeln nicht darüber hinweg täuschen
konnte, dass er zwar gute Ansätze im Oberkörper hat, allerdings die
Entwicklung in den Beinen stark hinterher hinkt. Er belegte den vierten Platz.
Dritter wurde Holger Kimmerle vom Body Planet in Ludwigsburg der zwar für seine
Körpergröße eine respektable Gesamtleistung darbot, allerdings in Punkten wie
Masse, Definition und Qualität noch etwas mehr herausholen könnte. Hier hatte
der Zweitplatzierte Andreas Sandmaier vom fit-o-drom in Wiesloch seine Hausaufgaben besser
gemacht und zeigte deutlich mehr Muskeleinschnitte und -teilungen. Außer Frage
stand der erste Platz von Thomas Schnelldorfer vom Eddi's Fitness in Augsburg, den er auch mit der
Idealpunktzahl belegte. Er hatte mit Abstand die besten Proportionen und vor
allem die beste Definition in dieser Klasse. Besonders seine Rückansicht und
Beine waren spektakulär.
In der Klasse der Paare traten ohne Konkurrenz Katrin Nestler & Peter Klug vom Fitnesstreff Zeulenroda in Sachsen an, die somit natürlich
auch den ersten Platz belegten. Bei aller Sportlichkeit sollte aber auch erwähnt
werden, dass insbesondere Katrin nicht sonderlich gut vorbereitet wirkte und das
Kürposing des Paares in dieser Art der Darbietung nicht überzeugen konnte.
Auch bei den Männer
I war nur
ein Athlet am Start, der somit auch automatisch als Sieger feststand: Aziz
Simsek vom Fitness Treff Maucher in Schemmerberg. Aziz konnte sich in guter Form präsentieren, wenn man sich
auch in den Beinen eine ähnlich gute Definition wie im Oberkörper wünschen würde.
Auch waren seine Posen zum Teil unvorteilhaft und unsicher ausgeführt; hier müsste
er noch etwas üben um sich auch einer größeren Konkurrenz stellen zu können.
Fünf
Athleten traten in der Klasse Männer II an. Die letzten beiden Plätze
lagen eng zusammen. Peter Klug vom BBFV Sachsen wurde
Fünfter, wofür wohl die nicht ausreichende Vorbereitung ausschlaggebend
gewesen sein dürfte. Alexander Anzer vom All
Star Leistungszentrum in Kümmersbruck hingegen sah man zwar an, dass er einige
Zeit und Arbeit in seine Form investierte hatte, allerdings ließ seine sehr
schwache Präsentation in diesem Feld nur den vierten Platz zu. Auf den fordern
Plätzen stieg das Leistungsniveau deutlich an, dem Drittplatzierten Klaus
Reinalter vom Fitness
Treff Maucher in Schemmerberg kann man eigentlich nur noch den Rat mit
auf den Weg geben, ein wenig an den Beinen zu arbeiten um zusammen mit seinem
guten Oberkörper einen harmonischeren Gesamteindruck zu hinterlassen. Einen
sehr guten Eindruck hinterließen jeweils der erste und zweite Platz, die auch
nur wenige Punkte in der Wertung auseinander lagen. Beide Athleten präsentierten
sich gut proportioniert und extrem gut definiert. Da aber nun mal nicht beide
gewinnen konnten, wurde Manuel Kratochville vom Powerhouse in Ludwigsburg Zweiter und somit Michael
Wagner vom Sport + Fun in Ulm strahlender Sieger der Klasse Männer II. Michael ist ein noch recht
junger Athlet, den man vor ein paar Jahren noch in der Body Fitness Klasse
starten sehen konnte. Es ist immer ein großes Vergnügen, wenn man eine so gute
Entwicklung beobachten kann.
Auch in der Klasse Männer
III hatten sich fünf Teilnehmer eingefunden, wobei Marc
Gracias vom Sport und Fun in Wieblingen sich im Timing der
Vorbereitung offensichtlich völlig verschätzt hatte und eigentlich nicht in
dieser Klasse gestartet wäre – so blieb im leider nur der letzte Platz der
Wertung. Christoph
Wosch vom Eddi's
Fitness in Augsburg, der
den vierten Platz belegte, bot eine solide Leistung mit angemessener Härte.
Besser definiert war allerdings Doppelstarter Uwe Brucker vom Power & Health in Kirchheim-Tek, was ihm den dritten Rang einbrachte. Interessant war der
Vergleich der ersten beiden Plätze: Achim Weitz vom Get Fit in Eppelheim erschien unheimlich massiv und eindrucksvoll, wurde
aber Zweiter hinter Michael Leitner vom All Star Leistungszentrum in Kümmersbruck, der zu diesem
Zeitpunkt einfach schon die bessere Härte vorweisen konnte und sich rundum
gelungen präsentierte, insbesondere auch, was seine Farbe anging.
Richtig voll wurde die Bühne
nun bei der Klasse Männer IV. Neun Athleten stellten sich den
Kampfrichtern, von denen bereits vier in der Seniorenklasse gestartet waren.
Nicht das Finale erreichten Markus
Seuss vom All
Star Leistungszentrum in Kümmersbruck,
Edgar
Zankl vom Get Fit in Grafenwöhr und Marcus
Pemsel vom Eddi's Fitness in Augsburg. Sechster wurde Gerald
Stibitzky vom Sport + Fun in Ulm, dem auch schon wie in der Seniorenklasse die fehlende Härte eine
bessere Platzierung verwehrte. Der fünfte und der vierte Platz war von zwei
Athleten mit einem sehr ähnlichen Leistungsniveau belegt, beide gut
proportioniert und vorbereitet, wobei Dieter Weber vom All Star Leistungszentrum in Augsburg sich doch noch hinter dem etwas besser definierten Thomas
Lauer vom Fitnesscenter
Gschwender in Schweinfurt
platzierte. Joe
Briechle vom Lou's
Fitnesscenter in Altusried kamen wieder seine Qualitäten zu Gute, die
ihn auch schon die Seniorenklasse gewinnen ließen, hier reichte es aber immer
noch für einen respektablen dritten Rang. Der Zweitplatzierte Fadi Issa vom SMASH Fitnesspark in Schorndorf wusste
vor allem durch seinen Kürvortrag zu begeistern, aber auch seine harte Form und
die gute Linie konnte überzeugen. Als Sieger der Klasse ging Manuel Bauer vom Get Fit in Grafenwöhr hervor,
der mit 92,4 kg Gewicht beim Wiegen eigentlich einer der leichtesten Athleten
der Klasse war, aber durch die vollen, runden Muskeln und besonders die
ausladenden Beine eindrucksvoll massig wirkte. Seine Härte war noch nicht
optimal, aber besonders bei den Pressposen ansprechend und vor allem seine Präsentation
kam sehr gut an.
Auch bei der noch recht
neu eingeführte Klasse Männer IV (über 100 kg) hatten die Kampfrichter
eine Wertungspause, da leider nur ein Athleten angetreten war. Für Dr.
Nils Barsom vom Body Planet in Ludwigsburg, der mit 104,8 kg antrat,
war es seine erste Wettkampfsaison. Seine Form war sehr ansprechend, besonders
im Oberkörper; seine Beine könnten eventuell noch etwas Arbeit vertagen um das
Gesamtbild abzurunden.
Arbeitsreich
wurde es gegen Ende des Donau Cups noch mal für Michael Wagner, den
Sieger der Männerklasse II, da er nach Erhalt des Pokals für das beste Posing
nochmals seine Kür zeigen durfte, um gleich darauf beim Stechen der
Klassensieger sein Bestes zu geben – was mit 4 zu 1 Stimmen auch mit dem Gesamtsieg
belohnt wurde. Michael hatte zu diesem frühen Zeitpunkt der Wettkämpfe schon
eine sensationelle Härte und zusammen mit seinen sehr guten Proportionen und
der exzellenten Muskelqualität bot er einfach das beste Gesamtpaket.
Abgerundet
wurde die Meisterschaft durch Gastauftritte von Mario Rieger und Tarek
Elsetouhi, wobei dieser leider verletzungsbedingt nicht in der von ihm
gewohnten Form auftreten konnte. An den Donau Cup anschließend fand noch die Qualifikation
zur Junioren- und Senioren Weltmeisterschaft statt, an deren Spitze sich
zwei Athleten aus Baden Württemberg setzen konnten: Thomas Gerstner auf den
zweiten und Michael Kohler auf den ersten Platz, beide jeweils in Topform. Damit
ging eine rundum gelungene Meisterschaft zu Ende und man kann sich jetzt schon
auf den Donau Cup im Jahr 2007 freuen.
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