| |
Rhein Neckar Pokal 2007 (BWBF
/ DBFV)
Bodybuildingmeisterschaft
mit Qualifikation zur Internationalen Deutschen Meisterschaft
Bericht
von Reiner Dahms und Stefan Ulmer
Seit einigen Jahren ist der Rhein Neckar
Pokal des BWBF in Mannheim eine feste Größe im Deutschen Bodybuilding. Während
im letzten Jahr die Teilnehmerzahl, nicht allerdings die Qualität, etwas
geringer ausfiel, so waren am 04.11.2007 die Klassen wieder gut besetzt und die
Meisterschaft wurde ihrem Ruf mehr als gerecht. Den Zuschauern in der
ausverkauften Kulturhalle in Mannheim-Käfertal wurde Bodybuilding vom Feinsten
geboten; besonders auffällig war die Vielzahl junger Athleten, die bereits
einen erstaunlich hohen Leistungsstandard präsentierten.
Als
einzige Starterin in der Klasse Frauen Fitness Leistung
ging Ruscha Kouril vom Body Gym in Mannheim an den Start. Sie hätte sich
mit ihre fabelhaften Form und der exzellenten Kür auch in einem größeren
Startfeld mit Bravour behaupten können.
Von
den drei Teilnehmerinnen der Klasse Frauen Fitness Figur war für die
hochmotivierte Jennifer Wütscher vom Body Gym in Frankenthal neben ihren
Konkurrentinnen nur der dritte Platz möglich. Zwischen den beiden vorderen Plätzen
gab es in der Wertung nur einen Punkt Unterschied; kein Wunder, denn beide
Athletinnen verfügen über eine sehr schöne Körperentwicklung. Der zweiten
Platz für Daniela Giersberg vom
Body Gym in Mannheim lässt sich dann auch auf ihre noch etwas unsichere Präsentation
zurückführen. Hier konnte Berna Benkovic vom SMASH Fitnesspark in
Schorndorf doch schon auf mehr Erfahrung blicken und wurde somit Siegerin diese
Klasse.
Sehr
gut vorbereitet waren auch die drei Athletinnen der Klasse Frauen
Body, die alle eine
vergleichbare Definition an den Tag legen konnten.
Die Unterschiede traten bei der Muskelentwicklung deutlicher hervor; hier fiel Nicole
Allekotte
vom
Outback Gym
in
Mainz deutlich ab und wurde
Dritter. Seit ihrer letzten Wettkampfsaison hatte sich die Zweitplatzierte Manuela
Fuß
vom
Body Gym
in
Mannheim enorm verbessern können.
Als Siegerin konnte aber nur Tina Klöpfer
vom
Powerhouse
in
Ludwigsburg hervorgehen, die
besonders mit ihrer Doppelbizepspose und der Muskelentwicklung des Rückens
beeindrucken konnte.
Deutlicher
waren die Leistungsunterschiede bei den Senioren.
Trotz seiner langjährigen Liebe zum Wettkampf und großer Anstrengung wurde Thomas
Wagner
vom
Body Gym
in
Mannheim hier Vierter. Den
dritten Platz belegte Hans-Peter Gärtner
vom
Studio Relax
in
Durmersheim, mit guten Ansätzen
in der Entwicklung, allerdings einer sehr unsicheren Präsentation. Ausgereifter
wirkte hier schon die Leistung von Uwe Will
vom
Outback Gym
in
Mainz, mit einer ordentlichen
Entwicklung des Oberkörpers, allerdings fehlender Härte und vor allem
schwachen Beinen. Gerade hier lag die unübersehbare Stärke des Siegers der
Senioren Jerry Thielmann
vom
Fitness Center Ruh
in
Bürstadt, dessen
Oberschenkelumfang mehr als imposant ist. Auch die weiteren Körperpartien
konnten überzeugen und ebenfalls die Härte war durchaus angemessen.
Vier
Teilnehmer bis 21 Jahre traten an, davon zwei bei den Junioren
I.
Die Entscheidung der Platzierung war hier eindeutig, aber Michael
Ebli
vom
Outback Gym
in
Mainz, der Zweiter wurde, zeigte
gute Ansätze und sollte auf alle Fälle am Ball bleiben. Der erste Platz ging
an den erfahrenen Daniel Graet
von der Fitnessworld
in
Albstadt,
der mit guter Form und sympathischer Ausstrahlung punkten konnte.
Beeindruckend
waren auch die beiden weiteren Starter in der Klasse Junioren II.
Ihre Form war gut vergleichbar, beide mit einer ähnlichen Härte, ausbaufähigen
Beinen und Rückansicht. Der zweite Platz ging allerdings an Bastian
Hauguth
vom
Studio Müller
in
Rheinland-Pfalz, der sich zum
einen noch zu unsicher präsentierte, vor allem aber nicht mit der
Muskelentwicklung des Siegers Dima Anisimov
vom
Fitnessstudio Schardt
in
Herzogenaurach mithalten konnte,
welcher besonders mit Armen, Brust und Latissimus überzeugen konnte. Auch der Gesamtsieg
der Junioren ging ohne nennenswerte Hindernisse an Dima.
Von
den sieben Startern der Klasse Classic
Bodybuilding
konnte sich Patrick Lüdtke
vom
Powerhouse
in
Ludwigsburg
nicht für eine Finalwertung platzieren. Sechster wurde der gut vorbereitete Rafal
Piorkowksi
vom
Studio Lifestyle
in
Mühlacker, der im Vergleich zu
den Mitstreitern aber nicht muskulös genug wirkte. Mit mehr Masse im Oberkörper
aber deutlich zu schwachen Beinen belegte Andreas Ott
vom
Herzogs Fitness
in
Ulm den fünften Platz. Auch Holger
Kimmerle
vom
SMASH Fitnesspark
in
Schorndorf hatte man schon in
besserer Form gesehen; an diesem Tag wirkte er eher etwas flach und es reichte
nur für Platz Vier. Dritter wurde mit guten, aber ausbaufähigen Ansätzen Bogdan
Szkudlarek
vom
Body Gym
in
Mannheim, dem es vor allem noch
an der Definition fehlte. Hier hatte Beat Geser
vom
Top Gym in
Schweiz seine Hausaufgaben
deutlich besser gemacht und präsentierte seine ausgewogene Form mit
ansprechender Härte in allen Bereichen. Er wurde Zweiter. Mit Idealpunktzahl
Sieger wurde jedoch Markus Giersberg
vom
Body Gym
in
Mannheim, der noch besser
definiert war und die beste Muskelentwicklung in dieser Klasse vorweisen konnte.
Sehr
unterschiedlich waren die beiden Athleten in der Klasse Männer I.
Andreas Jall
vom
Allstars Leistungszentrum
in
Augsburg verfügt über eine
recht ausgewogene Gesamtentwicklung, gerade auch, was die Beine angeht, war aber
nicht besonders definiert. Hier lag die Stärke von Günay Özalp
vom
Powerhouse
in
Ludwigsburg, der mit einem
extrem definierten Oberkörper aufwarten konnte, allerdings deutlich mehr
Volumen in den Beinen benötigt. Trotzdem lag er mit ein paar Punkten in der
Wertung vorne, womit Andreas Zweiter und Günay Sieger der Klasse Männer I
wurden.
Die
Klasse Männer II
bot bei den Finalteilnehmern den höchsten Leistungsstandard der Meisterschaft.
Nach der Vorwahl war somit der Wettkampf beendet für Jens
Urban
vom
Body Gym
in
Mannheim
und Pierro Zaffina
vom
Top Fit
in
Reilingen.
Den sechsten Platz belegte Carlos
Cervantes,
ein Gast aus Peru,
mit annehmbarer Symmetrie und Proportionen, allerdings in diesem Feld nicht
ausreichend definiert. Stefan
Hess
vom
Body Planet
in
Ludwigsburg war deutlich härter
und hatte den besseren Rücken, lies bei den Beinen aber auch die gewünschten
tieferen Einschnitte vermissen. Er wurde Fünfter. Die Beine des Viertplazierten
David Deutscher
vom
Body Planet
in
Ludwigsburg waren hier schon
etwas besser, fielen aber auch ab im Vergleich zu den wuchtigen, vollen Muskeln
im Oberkörper. Sein gewaltiges Potential war aber offensichtlich und man kann
nur hoffen, bald mehr von ihm zu sehen. Der dritte Platz ging an Dimitrios
Kouratzidis
vom
Body Gym
in
Mannheim, der sich mit guter Linie und ansprechender Härte präsentieren
konnte. Auch Jury Kruber, ebenfalls
vom
Body Gym
in
Mannheim, ist ein junger Athlet,
der seine Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft hat. Hier war es schlichtweg
die fehlende Härte, die man bemängeln musste, aber trotzdem war seine
erstaunlich ausgewogene Muskelentwicklung nicht zu übersehen. Auch seine
Proportionen wirkten wie am Reißbrett entworfen. Trotzdem war hier nur der
zweite Platz möglich, denn der Sieg dieser Klasse ging mit Idealpunktzahl an Sabit
Kelmendi
vom
SMASH Fitnesspark
in
Schorndorf. Sabit, ein weiter
Athlet, den man vor kurzem noch bei den Junioren antreten sah, verfügt über
eine außerordentlich ausgewogene Muskelentwicklung und –qualität, gerade
auch in den quergestreiften Beinen. Auch seine aus verschiedenen Elementen
bestehende Posingkür brachte die Zuschauer zu Begeisterungsstürmen.
Sechs
Athleten waren in der Klasse Männer
III
am Start, wobei hier der letzte Platz an Sven
Bosch
vom
Herzogs Fitness
in
Ulm ging,
dem es rundum ein wenig an Muskulosität fehlte. Ähnliches kann man auch zu dem
Fünftplazierten Elliot Nees
vom
Colloesum
in
Frankfurt
sagen, der jedoch im Oberkörper ein paar gute Ansätze wie einen V-förmiger Rücken
und eine gute Brust-Schulter-Partie vorweisen konnte. Auch Andreas
Läuter
vom
Body Gym
in
Mannheim kann man gute Ansätze
bescheinigen, allerdings neben der noch nicht ganz ausreichenden Muskelmasse war
er an diesem Abend vor allem zu glatt und wurde Vierter. Der dritte Platz ging
an den deutlich besser definierten Felice Cacchio
vom
SMASH Fitnesspark
in
Schorndorf, der ebenfalls –
man kann es nicht oft genug sagen – noch etwas an den Beinen arbeiten sollte,
dafür aber bereits über eine sehr gute Entwicklung im Oberkörper verfügt.
Der Vizetitel ging an den Doppelstarter von den Senioren Jerry Thielmann
vom
Fitness Center Ruh
in
Bürstadt, der hier ebenfalls
mit den bereits genannten Vorzügen punkten konnte. Als eindeutiger Sieger
dieser Klasse ging allerdings Martin Schramm
vom
Powerhouse
in
Ludwigsburg
hervor, ein Athlet mit klassischer Linie und Proportionen, ausgezeichneter Rückenentwicklung
und zudem in hervorragender Form.
Jeweils
auf den Punkt eindeutig waren die Platzierungen der vier Teilnehmer der Klasse Männer
IV.
Das Schlusslicht bildete ein weiterer Doppelstarter von den Senioren, Thomas
Wagner
vom
Body Gym
in
Mannheim.
Peter Laabs,
auch
vom
Body Gym
in
Mannheim, wurde mit besserer Härte,
aber deutlichen Defiziten in der Muskelentwicklung Dritter. Die beiden ersten Plätze
teilten sich zwei weitere junge Athleten mit großem Potential und
vergleichbarem Leistungsstand. Beide haben eine sehr gute Linie mit ausgewogenen
Proportionen, schöner V-Form im Oberkörper und ausreichendes Volumen in den
Beinen. Zweiter wurde jedoch Mark Lebourg
vom
Powerhouse
in
Ludwigsburg,
da der Sieger, Marko Vunic
vom
Body Gym
in
Mannheim, doch deutlich besser
definiert war und sich auch besser und sicherer präsentieren konnte.
Auch
bei den drei Startern in der Klasse Männer
V
konnte die Entscheidung nur zwischen den beiden jüngeren Athleten fallen. Somit
ging der dritte Platz an Uwe
Will
vom
Outback Gym
in
Mainz, der hier im Vergleich
Schwächen in der Linie und den Beinen hatte. Mit knapp 106 kg der schwerste
Teilnehmer der Meisterschaft war Markus Fortenbacher
vom
Powerhouse
in
Ludwigsburg,
der auch tatsächlich mit dem breiten Rücken und den massiven Beinen sehr
eindrucksvoll aussah. Auch bei ihm könnte ihm Wettkampf-Bodybuilding noch sehr
viel möglich sein. Dass es trotzdem nur für den zweiten Platz reichte lag an
dem Sieger der Klasse Norman
Kreeb
vom
Andys Gym
in
Reutlingen. Während Markus’
Muskulatur zwar voller und runder aussah, so war Norman doch wesentlich härter,
bei einer ebenfalls sehr kompletten Gesamtentwicklung.
Mit
so vielen guten Klassensiegern war das Stechen um den Gesamtsieg sehr
spannend. So wären Martin Schramm wie auch Norman Kreeb würdige Anwärter für
diesen Titel gewesen – das Rennen machte aber der Sieger der Klasse Männer
II: Sabmit Kelmendi. Wenn er auch noch ein klein wenig mehr Volumen in
den Oberschenkeln haben könnte, so sticht seine famose Linie doch ins Auge und
seine Form war mit Abstand die kompletteste und die Qualität und Definition
seiner Muskulatur sucht seinesgleichen. Ebenfalls konnte er noch den Pokal für
das beste Posing mit nach Hause nehmen – sicher ein weiterer Punkt,
der ihm bei Erfolg dieses Abends hilfreich war.
Als
weitere Highlights sind noch der Gastauftritt von Dennis
Wolf zu nennen, der erwartungsgemäß die Halle zum Beben
brachte. Auch die motivierende Moderation vom ersten Vorstand des BWBF, Thomas
Gerstner, sollte nicht unerwähnt
bleiben – genauso wenig wie das perfekt eingespielte Helferteam des BWBF, das hinter der Bühne für einen nahezu reibungslosen
Ablauf sorgte. Der Rhein Neckar Pokal 2007 war eine grandiose Meisterschaft mit
vielen tollen Teilnehmern und einem gute gelaunten Publikum, das mit ganzem
Herzen mit bei der Sache war. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr! Besuchen
Sie für weitere Informationen, auch zu kommenden wie vergangenen Wettkämpfen
des BWBF, auch unsere Homepage: www.bwbf.de.
>>>
zurück zur Wettkampfseite <<<
|
|