| |
Rhein Neckar Pokal 2009 (BWBF
/ DBFV)
Bodybuildingmeisterschaft
mit Qualifikation zur Internationalen Deutschen Meisterschaft
Bericht
von Reiner Dahms und Stefan Ulmer
Seit Jahren war der Rhein
Neckar Pokal fest mit der Kulturhalle in Mannheim-Käfertal verbunden, doch
der neue 1. Vorsitzende des BWBF, Alexandros Stampoulidis,
wagte es, neue Wege zu beschreiten und somit fand am 07.11.2009 der 9. Rhein
Neckar Pokal in der Stadthalle Hockenheim statt. Die Verlagerung um
rund 25 km brachte vor allem den Athleten wesentlich angenehmere Räumlichkeiten
und bot allgemein einen sehr schönen Rahmen für die traditionsreiche
Veranstaltung. Auch das eingespielte Team um Sportreferent Gerd Sedlmeier fand
sich in den neuen Räumen schnell zurecht und gewährleistete einen
reibungslosen Ablauf, der den Tag für jeden zu einem vollen Erfolg werden lies.
Sechs Teilnehmerinnen
traten in der Klasse Frauen
Fitness Figur an. Die letzten
drei Plätze waren in der Wertung relativ dicht zusammen; mit Schwächen in der
Linie belegte Martina
Linda vom Body
Planet in Ludwigsburg den sechsten Platz. Mit guten Ansätzen wurde Sabrina Scheiggele vom Body
Planet in Ludwigsburg Fünfte; allerdings hätte sie wie auch die Viertplazierte Carmen
Spindler vom Outback
Gym in Mainz noch
etwas mehr Zeit für die Vorbereitung benötigt. Der dritte Platz ging an Marina
Crnjak vom Body
Planet in Ludwigsburg, die mit einer schön
geschwungenen Linie überzeugen konnte. Ihre gut austrainierte Form präsentierte
Camela Runza vom SMASH
Fitness Park in Schorndorf nicht immer optimal, doch gerade die
seitlichen Posen verhalfen ihr zum Vizetitel. Als Siegerin in diesem Feld konnte
jedoch nur Barbara Petridou,
ebenfalls vom SMASH Fitness Park in Schorndorf, hervorgehen: athletisch-definiert und ausgezeichnet
proportioniert bestach sie zudem mit einer routinierten Ausstrahlung. Dabei
handelte es sich um ihren ersten Wettkampf, den sie auch gleich mit
Idealpunktzahl gewann.
Die beiden Athletinnen in
den Frauen Body Klasse traten zwar in verschiedenen Gewichtsklassen an,
um sie aber nicht jeweils alleine antreten zu lassen, wurden sie zusammen
gewertet. Katja
Bauer vom Body
Planet in Ludwigsburg konnte gute Ansätze
vorweisen, gerade im Oberkörper; allgemein, und vor allem in den Beinen, fehlte
aber doch noch der letzte Schliff Härte. In dieser Wertung belegte sie den
zweiten Platz. Als Siegerin dominierte die erfahrene Katrin
Kirsch vom Powerhouse in Ludwigsburg, die vielleicht nicht in der Form ihres
Lebens antrat, aber doch durch ihre beeindruckende Gesamtentwicklung und
tadellos Präsentation überzeugen konnte.
Auch bei den Junioren
gab es zwei Teilnehmer. Michael Klimek vom Rühl's Fit & Fun in Groß-Umstadt überraschte mit unglaublich massiven Beinen und einem
hammerharten Beinbizeps. Leider hinkte diesem hohen Niveau die Entwicklung des
Oberkörper deutlich hinterher, so dass er den zweiten Platz hinter Francesco
Pagliara vom SMASH
Fitness Park in Schorndorf belegte. Der Sieger überzeugte vor allem
durch eine sehr harmonische Gesamtentwicklung, die kaum Schwächen aufwies. Zu
den vollen, runden Muskeln überzeugte ebenfalls die Härte so wie die
originelle Posing-Kür, die ihm auch den Pokal für das beste Posing
einbrachte.
Von
den vier Startern in der Klasse der Senioren ging der letzte Platz an Matthias
Schweizer, ein Einzelmitglied aus Remshalden, der schlichtweg mit der Muskelentwicklung und
-masse der anderen Teilnehmern nicht mithalten konnte. Carlos Cervantes vom ClassGym in Emmendingen
konnte an seine solide Form der Vorjahre nicht anschließen und belegte den
dritten Platz. Zweiter wurde Oliver Nädele vom Maxxi Fit in Spachingen,
der sehr ausgewogen und harmonisch antrat, allerdings konzentrierte er sich vom
Timing her offensichtlich auf einen anderen Termin – es fehlte einfach noch
die Härte. So ging an diesem Abend der Sieg in der Seniorenklasse an Michael
Lindner vom Body
Planet in Ludwigsburg, der hier das beste Gesamtpaket aus Definition, Linie und
Muskulosität bieten konnte.
Von den acht Teilnehmern
der Klasse Classic
Bodybuilding konnten Peter Schöffmann vom ClassGym in Emmendingen und Rafal Piorkowski vom Live Style in Mühlacker das Finale nicht
erreichen. Der sechste Platz ging an Stefan Rehm vom SMASH Fitness Park in Schorndorf, dessen Form nicht überzeugen konnte. Mit guten Ansätzen im
Oberkörper, allerdings etwas schwächeren Beinen, wurde Daniel Krenz vom Body
Planet in Ludwigsburg Fünfter. Vierter wurde Roberto Santana vom Physio
Sport in Goch, ebenfalls mit gutem Oberkörper, ausbaufähigen
Beinen und ansprechender Definition. Der gut proportionierte Nicolas
Rautenstrauch vom Bodybuilding
e. V. in Walldorf hatte in der Frühjahresmeisterschaft des
BWBF diese Klasse noch mit Idealpunkt gewonnen, an diesem Tag fehlte ihm
allerdings noch deutlich die angemessene Härte, so dass hier nur der dritte
Platz zu erreichen war. Extrem eng ging es zwischen dem ersten und zweiten Platz
zu – es herrschte Punktegleichstand und die Majorität der Kampfrichterstimmen
entschied. Vize-Meister wurde somit der extrem gut definierte Beat Geser vom Markus Becht in Reussbühl in der Schweiz, der insbesondere mit messerscharfen
Einschnitten in den Beinen überraschen konnte. Aber auch Sieger Peter
Petsche vom Sportshop
Linay in Langenbrettach konnte eine ansprechende Definition
vorweisen, dazu wirkte es noch erstaunlich muskulös und sah fast schwerer aus;
für ihn wäre langfristig ein Wechsel in die Männerklasse vielleicht eine Überlegung
wert.
In der Klasse Männer I
traten zwei Doppelstarter gegeneinander an: Matthias Schweizer
(Einzelmitglied aus Remshalden), der bei den Senioren bereits den letzten
Platz belegt hatte und sich auch hier gegen den Sieger der Junioren, Francesco
Pagliara vom SMASH
Fitness Park in Schorndorf, nicht durchsetzten konnte. Francesco würde
man aber auch zutrauen, sich auch in einer größeren Konkurrenz in dieser
Klasse durchsetzen zu können.
Jeweils punktgenau fielen
die Ergebnisse der drei Athleten in der Klasse Männer II aus. Süleyman
Oral vom SMASH
Fitness Park in Schorndorf wirkte trotz solider Ansätze nicht
definiert und massig genug, er wurde Dritter. Oliver Nädele vom Maxxi
Fit in Spachingen hatte bereits bei den Senioren den zweiten
Platz belegt, und auch hier wurde er wieder mit ausgewogenen Proportionen aber
noch nicht ausreichender Härte Zweiter. Der erste Platz ging an Klaus
Zimmermann vom Bodybuilding e. V. in Walldorf, der auch noch nicht das Optimum im Bereich der Definition
erreicht hatte, aber durch seine muskulös-massive Erscheinung überzeugen
konnte.
Die Klasse Männer III
bot das höchste Leistungsniveau der Meisterschaft, wofür sechs ausgezeichnete
Athleten sorgten. Sven Bosch vom Herzog's Fitness in Ulm ließ in diesem Feld dann leider noch die nötig Härte und leider
auch etwas Muskelmasse vermissen – er wurde Sechster. Gegen ihn wirkte Mike
Jüttner vom Class
Gym in Emmendingen, der den fünften Platz belegte, schon
regelrecht bullig-muskulös, war allerdings auch noch nicht hart genug. Sehr gut
definiert, mit Streifen in nahezu allen Partien, dagegen war Marcus Genal vom Herzog's
Fitness in Ulm. Allerdings konnte er mit der Muskelentwicklung
seiner Kontrahenten nicht ganz mithalten und wurde Vierter. Mit vielleicht nicht
ganz so überzeugender Definition, aber dafür mit sehr schönen Proportionen
belegte Markus Mertzenich vom Sportstudio Mertzenich in Moers den dritten Platz. Ebenfalls in vorzüglicher Form präsentierte
sich Vize-Meister Srecko Levacic vom Powerhouse in Ludwigsburg, mit rundum guter Muskelentwicklung und ansprechender Härte
im Oberkörper. Den ersten Platz sicherte sich aber Ausnahmeathlet Sabit
Kelmendi vom SMASH
Fitness Park in Schorndorf, der trotz seiner jungen Jahre auf eine
immense Bühnenerfahrung zurück blicken kann und sich in jeder Saison weiter
verbessert zeigt, dabei seine Vorteile in Bezug auf Muskelqualität, –dichte
und –härte aber nie vernachlässigt. Zusammen mit seiner ausgezeichneten Präsentation
ist jeder Auftritt von ihm ein Volltreffer.
Auch
in der Klasse Männer IV traten sechs Teilnehmer an. Mit guten Ansätzen
wie z. B. eine durchaus beachtlicher Entwicklung der Oberschenkelmuskulatur,
allerdings nicht ausreichender Definition belegte Claudio Lombardio vom SMASH
Fitness Park in Schorndorf den sechsten Platz. Der Fünftplazierte Stefan
Schmauch vom SMASH
Fitness Park in Schorndorf lies ebenfalls eine gute Portion Härte
vermissen, konnte aber durchaus gut entwickelte Arme vorweisen. Sieger der
Seniorenklasse, Michael Lindner vom Body Planet in Ludwigsburg,
konnte in dieser Klasse im direkten Vergleich mit der Muskulosität der vor ihm
platzierten Athleten nicht mithalten und belegte den vierten Platz. Dritter
wurde Sebastian Eglinski vom Fitnesscenter in Wutachtal, der mit etwas mehr Feinschliff durchaus auch weiter vorne hätte
liegen können. Seine ausgezeichnete Definition und sicher nicht zuletzt seiner
beeindruckend gut geformte Brustmuskulatur brachten Thomas Trägner vom Body
Gym in Mannheim, der mit viel Spaß dabei zu sein schien, den
zweiten Platz ein. Als Sieger mit Idealpunkt ging Domenico Intermaggio vom Finest
in Fitness in Reutlingen hervor, der mit voller und runder
Muskulatur beeindrucken sowie einen enormen Nacken wie auch die massivsten Arme
der gesamten Meisterschaft vorweisen konnte. Auch seine Beinentwicklung und
allgemeine Härte konnte sich sehen lassen – so konnte ebenfalls das Stechen
um den Gesamtsieg für sich entscheiden.
Die beiden Starter in der
Klasse Männer
V stellte das Kampfgericht vor keine allzu große
Herausforderung. Auch wenn Oliver Stuhldreier vom Body Planet in Ludwigsburg
in durchaus passabler Form antrat, so musste er sich doch in allen Kriterien
gegen Goran Nikolic vom SMASH
Fitness Park in Schorndorf geschlagen geben, der hier nach einigen
Jahren Bühnenabstinenz ein eindrucksvolles Comeback feierte. Sieger Goran präsentierte
sich massig-muskulös und rundum definiert mit ansehnlichen Einschnitten und
Muskelteilung in nahezu allen Körperpartien.
Mit Gastauftritten vom immer sehenswerten Markus
Rühl, sowie Kamila Porczyk und Carla Marquardt wurde die
gelungene Meisterschaft abgerundet und am Abend war klar, dass die örtliche
Verlagerung eine gute Entscheidung war und auch der 10. Rhein Neckar Pokal
wieder in Hockenheim stattfinden wird. Bisher war die kleine Stadt eher bekannt
für Rennsport, aber künftig werden bestimmt auch mehr und mehr Anhänger von
Wettkampfbodybuilding auf hohem Niveau ihren weg hierhin finden! Besuchen Sie für weitere Informationen, auch zu kommenden wie
vergangenen Wettkämpfen des BWBF, auch unsere Homepage: www.bwbf.de.
>>>
zurück zur Wettkampfseite <<<
|
|